Projekt «Zentrumsgestaltung» auf gutem Weg

Am Donnerstag, 26. November 2015 stellte der Gemeindepräsident Roland Wälter gemeinsam mit den Fachplanern den zahlreich erschienen Diepoldsauerinnen und Diepoldsauern das überarbeitete Projekt zur Zentrumsgestaltung vor. Die anschliessende Fragerunde wurde von den Anwesenden rege genutzt. Das überarbeitete Projekt berücksichtigt die Anregungen aus der Bevölkerung, was mehrheitlich positiv aufgenommen wurde.

Der Gemeinderat und, gemäss Umfrageergebnis zur Zentrumsgestaltung von 2014, weite Teile der Diepoldsauer Stimmberechtigten, sind der Meinung, dass sich mit der vom Kanton durchgeführten Sanierung der Kantonsstrasse eine einmalige Gelegenheit für die Gemeinde Diepoldsau bietet, das heute in zwei Teile geschnittene Dorfzentrum neu zu gestalten und aufzuwerten. In dem heute vorliegenden Projekt wird zudem die Sicherheit für Velofahrer und Fussgänger im Zentrum deutlich erhöht, was einem dringenden Bedürfnis, insbesondere der Schülerinnen und Schüler, entspricht.

Nachdem der Baukredit zur Zentrumsgestaltung 2014 äusserst knapp abgelehnt wurde, hat der Gemeinderat das Projekt zur Überarbeitung an die Projektgruppe übergeben und die Rahmenbedingungen entsprechend den Ergebnissen aus der Ende September 2014 durchgeführten Umfrage neu definiert. Bei der weiteren Bearbeitung wurde auch die Bevölkerung miteinbezogen. Viele Diepoldsauerinnen und Diepoldsauer nutzten im Juni 2015 die Gelegenheit und warfen einen Blick in die Werkstatt, wo sie mit den Fachplanern und den Mitgliedern des Gemeinderats diskutierten und ihre Meinung zur Zentrumsgestaltung aktiv einbrachten. An der Informationsveranstaltung vom 26. November 2015 wurde jetzt die aktualisierte Fassung des Projekts der Öffentlichkeit präsentiert.

Die wichtigsten Änderungen im Überblick
Der Busverkehr führt nicht mehr über den Dorfplatz, dadurch entsteht im Zentrum noch mehr freie Fläche, die für zahlreiche Veranstaltungen zur Verfügung stehen wird. Der Bus wird entlang der Hauptstrasse geführt. Zwei Haltebuchten sorgen dafür, dass der Verkehr trotzdem ungehindert fliessen kann. Auch der mit einem Lichtsignal gesicherte Velo- und Fussgängerübergang in der Mitte der Hauptstrasse verträgt sich reibungslos mit dem öffentlichen Verkehr. Die Sicherheit der Velofahrer wurde durch die durchgehende Verbreiterung des Velowegs auf eine Breite von 1.80 m erhöht. Ein einfaches Parkleitsystem mit drei digitalen Anzeigen zeigt die Verfügbarkeit von Parkplätzen in der Tiefgarage an und verhindert so den Suchverkehr im Zentrum. Die Steigstrasse bleibt weitgehend unverändert, es wird keine Begegnungszone eingerichtet.
 
Der Baumplatz mit Tiefgarage wurde gestrichen und die Liegenschaft an der Hohenemserstrasse 4 und 6 bleiben erhalten.
 
Kreisellösung nicht sinnvoll
Im Anschluss an die offene Werkstatt wurde die Variante der Kreisellösung noch einmal eingehend geprüft. Das Ergebnis ist eindeutig: Eine Kreisellösung wäre nicht sinnvoll. In erster Linie, weil keine gesicherte Querung für Fussgänger und Velofahrer realisierbar wäre und weil die Kreisel zu viel Platz beanspruchen würden. Auch wäre keine Bevorzugung des öffentlichen Verkehrs gegenüber den Autos möglich, was in Anbetracht des hohen Verkehrsaufkommens zu beträchtlichen Verspätungen im Busverkehr führen dürfte.  
 
Weiteres Vorgehen
Genehmigung des Vorprojekts durch den Gemeinderat: Februar/März 2016
Infoveranstaltung für die Bevölkerung: April/Mai 2016

Gutachten/Abstimmung Zentrumsgestaltung: Sonntag, 5. Juni 2016
 
Ab sofort
Dauerausstellung zur Zentrumsgestaltung im Foyer des Gemeindehauses.